Was versteht man unter einem Dauerwald?

Im naturgemäss bewirtschafteten Wald, im Dauerwald, werden keine flächigen Hiebe durchgeführt. Die hiebsreifen Bäume werden einzelstammweise genutzt. Dies führt zu einer ungleichförmigen Struktur, welche die Bodenfruchtbarkeit erhält oder steigert, die selbsttätige Walderneuerung sichert, sowie eine dauernd hochwertige Holznutzung und die Betriebssicherheit optimiert. Damit ist eine hohe Witschaftlichkeit gesichert. Darüber hinaus entsteht ein multifunktionaler, ein sozial verträglicher Wald.
Dauerwald wird, im Gegensatz zum Plenterwald, nicht durch seine Struktur definiert, sondern durch den waldbaulichen Willen des Waldeigentümers oder des Bewirtschafters.

def2Der Plenterwald ist, geschichtlich bedingt, eine Sonderform des Dauerwaldes beschränkt auf die Schatten- und Halbschattenbaumarten Tanne, Fichte, Buche und Bergahorn. Er kommt naturgemäss in den untermontanen bis subalpinen Waldgesellschaften vor.

Die Idee und Anwendung des Plenterprinzips im Laubmischwald ist mehr als 100-jährig. Es hat sich aber gegen die geltende Lehre der flächenhaften Waldnutzung bisher nicht durchsetzen können. Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Vorteile des Dauerwaldes scheinen ihm aber, zumindest im forstlichen Alltag, allmählich zum Durchbruch zu verhelfen.

                                     

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